Demminer Ringer können beim Turnier im niedersächsischen Achim nicht überzeugen

 

Mit sieben Jungs folgte der Demminer Ringerverein 1954 e.V. der Einladung des TSV Achim zum 37. Klaus-Prieser-Turnier im klassischen Ringkampf. Es wurde am Samstag und Sonntag gerungen und da der gastgebende Verein gleichzeitig sein 50. Jubiläum feierte,  trafen sich alle Sportler und Betreuer am Samstagabend bei der großen Jubiläumsfeier. Es gab Spanferkel und neben dem herrlichen Areal wurden die anliegenden Sport- und Spielplätze von den Kindern genutzt. Die Betreuer nutzten das gemütliche Beisammensein zum Erfahrungsaustausch. Der Demminer Ringerverein überreichte zum Jubiläum den Gastgebern ein kleines Geschenk. Die darauf zu sehende Silhouette der Hansestadt Demmin beeindruckte die Achimer und die Freude darüber war groß.

Aber trotz aller Feierlichkeiten wurde natürlich auch gerungen. Mit 141 Kämpfern aus 3 Ländern und über 20 Vereinen war das Turnier hochklassig besetzt.

Leider ließen die Ergebnisse diesmal doch zu wünschen übrig. Nur 2 Medaillen sprangen heraus und diese wurden in einem Zweier- und einem Viererfeld errungen.

Silber holte Rick Brauer (31 kg), der einzige Demminer in der B-Jugend. Obwohl er in der 1. Runde seinen Gegner mit 6:0 Punkten beherrschte, verlor er am Ende beide Kämpfe gegen Kevin Buch vom ASV Wilhelmshaven.

Sein jüngerer Bruder Sten (25kg) gewann nur den Kampf gegen seinen Freund und Vereinskameraden Steven Wohlan. Gegen den Holländer Winston Smits (U.K.V. De Halter Utrecht) verlor er unnötig und gegen Lasse Schuldt aus Salzgitter war er chancenlos. Mehr als Bronze war so nicht möglich.

Steven blieb sieglos und wurde Vierter.

Da Tim Schröder seine zwei Kämpfe trotz guter kämpferischer Einstellung gegen starke Gegner verlor, wurde er am Ende Zehnter.

In der gleichen Gewichtsklasse (bis 34 kg) starteten Dennis Behrendt und Tim Kellermann. Dennis siegte über Richard Grune (SV Blau-Weiß Dörpen) auf Schultern, konnte dann aber nicht mehr gewinnen und wurde 7.

Den besten Eindruck an diesem Tag hinterließ aber Tim Kellermann. Im Gegensatz zu seinen Mitstartern, besann Tim sich nicht nur auf seine kämpferischen Qualitäten, sondern setzte auch seine Technik immer wieder gut ein. So sprang am Ende ein guter 6. Platz in einem starken Feld für ihn heraus.

In der 38 kg Klasse setzte Lennard Wollenburg die Marschroute seines Trainers erneut nicht um. Anstatt selbst die Initiative zu ergreifen, wartete er auch diesmal wieder nur auf die Angriffe seiner Gegner und versuchte diese dann mit der falschen Technik zu kontern. Lennard muss sich endlich wieder auf seine Tugenden besinnen um wieder auf die Siegerstraße zurückzukommen.

Alle sieben Sportler müssen sich im Klaren sein, dass solch gut besetzte Wettkämpfe nur mit engagiertem und regelmäßigem Training zu gewinnen sind. Dann wird bei den letzten Wettkämpfen vor der Sommerpause mit einer deutlichen Steigerung zu rechnen sein.