Deutsche Meisterschaften der weiblichen Jugend und Frauen im Saarländischen Hausweiler

 

Wie bereits berichtet fanden  im saarländischen Heusweiler die Deutschen Meisterschaften der Frauen und weiblichen Jugend im Freien Ringkampf statt. Unter den fast 200 Teilnehmern aus 16 Landesverbänden und 72 Vereinen die um die bestmöglichste Platzierung kämpften waren  auch die Ringerinnen des Demminer Ringervereins. Erneut konnten sie sich bei dieser Meisterschaft mit Einzelsiegen und vorderen Plätzen gut in Szene setzen.

Wie schwer es werden würde, war ja bereits im Vorfeld der Meisterschaft abzusehen und das Glück stand den Ringerinnen auch bei der Auslosung nicht zur  Seite. Allein die Auftaktkämpfe für Katja Betker, Angelina Schmidt und Sarah Knuth gingen gegen die Vorjahresmeister und erneuten Titelgewinner verloren, allein Melanie Gnewkow kam in der ersten Runde kampflos weiter und hatte in den Folgekämpfen einen guten Lauf. Trotz der großen Nervosität bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft zeigte sie großen kämpferischen Einsatz, der sich auch im zweiten Wettkampf bemerkbar machte. Bei einer Punkteführung von 5:2 sicherte sie sich nach 3:00 Minuten einen Schultersieg über Verena Mertens vom AC Köln- Mülheim. Nach nur 17 Sekunden siegte sie mit einem Kopfzug über Vivian Hermann aus dem Landesverband Sachsen und sicherte sich damit bereits den 6. Platz. Der folgende Kampf  hätte bei einem Sieg gegen Monja Rückert (KSV Waldaschaff/ Hessen) bereits für das kleine Finale gereicht. Melanie begann sehr stark und hatte mit Wertungen die erste Runde mit 6:1 Punkten gewonnen. Doch die zweite Runde gehörte ihrer Kontrahentin , die mit zwei schnellen Angriffen die Demminerin überrollte und schulterte. Die beste kämpferische Leistung  bot sie gegen die spätere Vizemeisterin Brugger ( TuS Adelshausen / Südbaden), obwohl sie diese Begegnung nach Punkten verlor. Wie dieser Wettkampf zehrte merkte man am Sonntag beim Platzierungskampf um den fünften Platz. Nach einem ausgeglichen Kampf   unterlag Melanie gegen Kalek (KSV Oberhausen) auf Schultern, hat mit dem sechsten Platz jedoch für die beste Platzierung des Teams gesorgt.

Katja Betker unterlag in Runde 1 der neuen Meisterin in dieser Gewichtsklasse Julia Richter von der Sportschule Luckenwalde, die für den RSK Gelenau ringt mit jeweils 6:0 Punkten durch technische Überlegenheit. Fand dann aber mit einem Schultersieg gegen Neumann ( Cottbus) wieder in den Wettkampf. Mit einem weiteren Schultersieg über Laura Hinsche ( Luckenwalde / Potsdam) waren wieder Möglichkeiten für das  „ Kleine Finale „ offen“. Eine unnötige Niederlage gegen Baumann ( Hessen) versperrte jedoch diesen Weg. Auch um den Kampf um Platz 7 zeigte den nervlichen Zustand der Demminerin.  Der erste Kampfabschnitt brachte schnell ein Rundengewinn gegen Rubach ( Trossingen ) mit 6:0 Punkten. In Runde 2 drehte die badische Ringerin den Spieß um und Katja unterlag mit dem gleichen Resultat. In Runde 3 kam es noch einmal zu einer spannenden Auseinandersetzung  die durch Konzentrationsschwächen und den daraus resultierenden technischen Fehlern mit 4:7 Punkten abgegeben wurde. Im Endergebnis bedeutet dies den 8, Platz , eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze.

Große Erwartungen hatte auch Angelina Schmidt bei ihrem diesjährigen Start bis 52,0 kg. Sie traf jedoch im ersten Kampf auf Nadine Weinauge ( KSK Furtwangen / Südbaden ) der Topfavoritin in dieser Gewichtsklasse. Mit zwei 6:0 Punktrunden setzte sich auch die Favoritin auch klar durch. Diese Niederlage gleich zu Beginn, brachte Angelina aus der Bahn und sie fand während der Meisterschaft nicht zu ihrem wahren Leistungsvermögen. In der nächsten Wettkampfrunde siegte sie zwar über Nina Seidel vom TSV Leuna auf Schultern konnte sich aber nicht weiter steigern als es gegen Peggy Kenn (Torgelow/ Luckenwalde) ging. Mit jeweils 1:2 und 1:3 Punkten unterlag unsere Sportlerin in zwei Runden und hatte nur noch die Möglichkeit um Platz sieben zu kämpfen. Saskia Tröller aus Nürnberg konnte mit 2:1 Rundengewinnen diesen Kampf für sich entscheiden und die Demminerin auf Platz 8 verweisen.

Das große Nervenflattern und kein Kämpferherz hatte auch Sarah Knuth (60,0 kg) als sie gegen die alte und neue Meisterin Diana Teichmann (SV Altenburg / Thüringen) den ersten Kampf bestreiten musste. Eine empfindliche  Schulterniederlage noch im ersten Kampfabschnitt war das Resultat dieser Begegnung. Weitere Punkt- und Schulterniederlagen gegen die heimische Melanie Schiel und die bayrische Melanie Geier ( Kottern) brachten nur den 10. Platz, der aber noch einen Punkt für die Vereinswertung brachte. Trotz der nicht erkämpften Medaille erzielte der Demminer Ringerverein einen sehr guten 16. Platz in der Vereinswertung der 72 Vereine in der weiblichen Jugend.

Wie schwer es bei den Frauen zugeht erfuhr auch Josefine Braun bei ihrem ersten Start in dieser Altersklasse. Hier wird nach dem Ausschlussprinzip gerungen und bei einer Niederlage scheidet der Wettkämpfer aus. Auch die Loitzerin hatte mit Marleen Gottschling ( VFK 07 Schifferstadt Pfalz)eine erfolgreiche Athletin vor der Nase die ihre Erfahrungen ausspielte und mit 2:0 Runden 1. Runde 2:0 und die 2. mit 6:0 gewinnen konnte. In der Endabrechnung brachte diese Punktniederlage noch den 9. Platz.,da die mit ihr ausgeschieden Sportlerinnen  über Schulterniederlagen quittierten.