Hervorragender Ringkampfsport in Werdau- Sachsen
Im sächsischen Werdau fand in diesem Jahr erneut eines der attraktivsten Ringerturniere im weiblichen Ringkampf statt.
Bereits zum 10. Mal wurde der Pokal des Bürgermeisters in den Altersklassen der weiblichen Schüler, der weiblichen Jugend und der Frauen ausgetragen. Sportlerinnen aus neun Bundesländern und Mannschaften aus der Schweiz und der Slowakei sorgten für einen spannenden Wettkampf.
Der Demminer Ringerverein nahm jeweils mit drei weiblichen Schülern und Jugendlichen teil. Erfreulich aus Demminer Sicht die Ergebnisse der zehn- und elfjährigen Mädchen die mit den Plätzen „Eins“, „Zwei“ und „Fünf“ den Wettkampf beendeten.
Überlegen gestaltete Charlotte Andresen (34,0 kg) ihren Wettkampf. Bereits in der ersten Runde gelang ein Schultersieg gegen Haupt aus Zauckerode. Mit mehreren Beinangriffen sicherte sie sich einen Punktvorsprung mit 6:0 Punkten im ersten Kampfabschnitt. Konzentriert begann sie die zweite Runde und schulterte im Bodenkampf mit einem Nackenhebel ihre Gegnerin. Ähnliche Kampfverläufe gab es gegen Clausnitzer (Zöblitz), die nach einem erfolgreichen Runterreißer von der Törpinerin mit einem Halbnelson ge-schultert wurde. Auch die Slowakin Adomowa hatte keine Chance, sie unterlag ebenfalls auf Schultern. Im Kampf um die Goldmedaille wartete Piehl aus Potsdam auf unsere Kämpferin. Es wurde ein Gefecht, dass nach gut 2 Minuten beendet war und einen erneuten Schultersieg brachte, dies war Gold für Charlotte.
Auch Melanie Gnewkow (29,0 kg) hatte einen sehr guten Start in den Wettkampf, sie besiegte Schröder aus Jena mit einem Kopfhüftschwung und einer anschließenden Festhalte aus der es kein Entrinnen mehr gab. Unzufrieden und taktisch nicht auf der Höhe war die Leistung im zweiten Kampf. Gelang Melanie in der ersten Kampfperiode ein ungefährdeter Runden-gewinn mit 7:1 Punkten gegen Graf vom Bayrischen Ringerverband, kam sie in der zweiten Runde von ihrer Linie ab, konnte die Technik nicht umsetzen und unterlag unglücklich auf Schultern. Eine andere Melanie in der folgenden Kampfpaarung gegen Denk vom RSV Nebra, Hier gelangen wieder die Aktionen, die zum Siegen notwendig sind. Mit diesem Sieg sicherte sich die Kleinste die Silbermedaille.
Nerven zeigte wieder Katja Betker (38,0 kg) als sie erneut auf Berger von Luftfahrt Berlin traf und dieser entscheidend unterlag. Auch gegen Goebel (Artern) zog sie den Kürzeren und konnte nur noch um Platz „Fünf“ kämpfen. Mit einem Sieg gegen die heimische Schönig sicherte sich Katja wenigstens diesen Platz.
Auch bei der weiblichen Jugend gab es Licht und Schatten. Die zwölf- bis 14jährigen, Angelina Schmidt, Jana Andresen und Sarah Knuth, alle kämpften bis 52,0kg, hatten an diesem Tag große Probleme.
Der einzige Lichtblick war an diesem Tag Jana Andresen. Für sie begann der Wettkampf mit einem Schultersieg gegen Thiele (Zauckerode). Einen weiteren Sieg, mit einer Hebeltechnik im Bogen gelang gegen Pitrowa aus Brno. Auch Seidel aus Leuna unterlag entscheidend durch eine Brustquetsche. Erst im Poolfinale unterlag sie Weik vom Ringerverband Württemberg und konnte um die Bronzemedaille ringen. In diesem Kampf war dann die „Luft“ raus und Jana unterlag im Bodenkampf mit einem Nackenhebel. Der erzielte 4.Platz mit den drei Siegen in der Vorrunde sollte weiteren Auftrieb geben.
Unsere anderen beiden Vertreter konnten sich nicht im Vorfeld platzieren, sie unterlagen jeweils auf Schultern gegen Wölle und Geyer (beide Bayern).