Deutsche Meisterschaft der weiblichen Jugend und Frauen

Die Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend und der Aktiven gehört der Vergangenheit an. Acht junge Mädchen und Frauen aus Vorpommern nahmen an den Deutschen Meisterschaften ihrer Altersklasse im südbadischen Haslach im Kinzingtal teil, darunter vier Starter des Demminer Ringer- Vereins.

Nach elfstündiger Fahrt kamen alle geschafft am Wettkampfort an und mussten nach dem obligatorischen  Wiegen um 16,30 Uhr bereits um 18,00 in die Wettkampfrunden einsteigen.

Für die Demminer brachte dieser Wettkampftag nur negatives. Durch einen Formfehler bei der Abgabe der Wiegelisten durch die Betreuer wurde Sarah Knuth bis 52,0 kg gemeldet, obwohl sie das Limit bis 49,0 kg auf die Waage brachte. Trotz Bemühungen sie in dieser Gewichtsklasse starten zu lassen wurde der Antrag seitens der Wettkampfleitung abgelehnt. Sarah musste im Rahmen der Wiegefrist nun das Limit bis 52,0 kg erreichen, um überhaupt an den Wettkämpfen teilzunehmen.

Bei den anderen Startern gab es schon bei der Auslosung große Hürden. So trafen Angelina Schmidt 49,0 kg und Josefine Braun bereits im Auftaktkampf auf die letztjährigen Deutschen Meister.

Katja Betker wirkte an diesem Tag sehr nervös und ängstlich, so agierte auch im Auftaktkampf. Im ersten Kampf unterlag sie der Hessin Sauer (ASV Urloffen) bereits in der ersten Runde auf Schultern.

Angelina Schmidt traf im Auftaktkampf auf die letztjährige Deutschen Meisterin Julia Richter aus Sachsen. Angelina suchte ihre Chance und unterlag erst in der zweiten Runde mit einer Punktdifferenz von 10:5 nach 3:28 auf Schultern.

Sarah fand durch die besonderen Umstände nicht zu ihrem Leistungsniveau. Ihr gelang es nicht , sich den  Kopf frei zu machen, um angriffsbetontes Ringen zu demonstrieren. Sie schied nach Niederlagen aus und  belegte am Ende nur einen zwölften Rang.

Josefine Braun (60,0 kg) hatte ihre stärkste Gegnerin bereits im ersten Kampf mit der amtierenden und erneut siegreichen Aline Focken vom KSV Krefeld. Josefine unterlag nach 3:44 Minuten durch technische Überlegenheit mit 12:0 Punkten.

Der zweite Wettkampftag zeigte, dass die Hansestädterinnen das Ringen nicht verlernt hatten, zwar gelang Katja auch an diesem Tag kein Sieg, aber mit Rundengewinnen in ihren Kämpfen zwei und drei sicherte sie sich zum Abschluss der Wettkämpfe Platz 10.

Angelina hatte in der zweiten Runde ein Freilos und erkämpfte sich mit einem Schultersieg gegen Saskia Balz vom SRC Viernheim ( Nordbaden) nach 2:40 Minuten einen Platz unter den letzten sechs dieser Gewichtsklasse. Mit ihren zwölf Jahren zählt sie zu den Jüngsten und musste die Erfahrenheit der Älteren anerkennen. Durch zwei weitere Niederlagen gegen Görisch aus Fahrenbach (Hessen) und Hagn aus Miesbach (Bayern) blieb es bei dem 6.Platz, ein schöner Erfolg für die Schülerin.

Nach der Auftaktniederlage von Josefine fand auch sie in die Erfolgsspur zurück. Gegen Denise Schulheiß vom RC Ehrenfeld ( NRW) gelang nach einer Punkteführung von 8:0 nach 3:29 Minuten ein Schultersieg.

Um den Einzug ins „Kleine Finale „ zu sichern musste ein Sieg gegen Karina Bergholz vom KSV Plauen (Sachsen) gelingen. Mit einer Punkteführung von 6:1 und einem Schultersieg gelang dies bravourös. So stand Josefine am Sonntag im Finale im Kampf um die Bronzemedaille bei dieser Deutschen Meisterschaft, es war keine geringere wie die Vizemeisterin des Vorjahres Kathrin Prößler vom KSV Waldaschaff (Hessen). Sehr konzentriert begann die Loitzerin ihren Wettkampf und erkämpfte sich mit ihrer Spezialtechnik, dem Achselwurf, einen schnellen Rundengewinn. In Runde 2 gelang ihr diese Technik gleich zu Beginn noch einmal aus der es kein entrinnen mehr gab. Mit diesem Sieg gelang Josefine der Sprung aufs Siegerpodest und sie durfte freudestrahlend die Bronzemedaille in Empfang nehmen.

Weitere Silber-Medaillen errangen die Ringerinnen aus Vorpommern durch Katrin Henke ( SAV Torgelow) und die Demminerin Anne Baldauf (Greifswalder RV). Besonders wertvoll die Medaille von Anne, denn sie ist die erste aktive Frau aus dem Landesverband die in diesem Bereich eine Medaille gewann. Sie unterlag im Finale keiner geringeren Weltklasse Athletin, der Vizeweltmeisterin Stefanie Groß (RC Ückerath), die zum 14.male Deutsche Meisterin wurde.

Mit den erreichten Platzierungen von Peggy Kenn ( 4.Platz )und Melanie Foth (8. Platz) beide Sportler kommen aus Torgelow wurde dies Meisterschaft abgeschlossen, sie war die bisher erfolgreichste des Landesverbandes.