Wettkampfbericht Pyrzyce (Polen)

 

Der Volkssportclub „Spartakus“ Pyrzyce in Polen hatte zum 29.Internationalen Ringer Turnier vom 28.-30.März im Freien Ringkampf eingeladen.

Neben den sechs Demminer Ringern waren aus Deutschland noch Sportler aus Leipzig und Taucha, sowie aus Torgelow und Greifswald am Start. Komplettiert wurde das Ringerfeld von 15 Vereinen aus Polen, so das rund 150 Sportler den Wettkampf in vier Altersklassen bestritten.

Die Demminer starteten in der Altersklasse der Jungen von 1996 und jünger und der  Mädchen im Altersbereich 1994 und jünger. Die Wettkampfführung wurde nach den Regeln des polnischen Ringer - Verbandes durchgeführt bei denen es keine Pooleinteilung gibt und und dadurch,  je nach Teilnehmerzahl in den Gewichtsklassen, vier bis fünf Einzelkämpfe notwendig wurden. Die Demminer konnten in diesem Wettkampf überzeugen, kehrten doch alle mit vorderen Platzierungen zurück.

Wie gewohnt startete Rick Brauer( 1998) bis 25,0 kg. Mit zwei Schultersiegen gegen polnische Gegner und einer Niederlage gegen den Torgelower Andrej Ginc errang er die Silbermedaille.

Lennard Wollenburg (2000) startete bis 27,0 kg. In dieser Gewichtsklasse starteten 14 Kämpfer und stritten um den Sieg. Der Auftakt verlief nicht so vielversprechend, da er im ersten Kampf gegen Alex Ginc ( Torgelow) eine Niederlage kassierte. In den nächsten Wettkämpfen zeigte er jedoch gute Leistungen und wuchs über sich hinaus. Mit drei weiteren Schultersiegen und einer technischen Punktniederlage belegte er am Ende den fünften Platz.

Ebenfalls einen fünften Platz errang Julian Lewandowski ( 1998) in der Gewichtsklasse bis 30,0 kg. Auch hier mit 13 Startern ein starkes Teilnehmerfeld und ein Auftakt nach Maß. Julian besiegte seinen Gegner  aus Wolin (Polen) in der ersten Runde mit einer Kopfrolle. Eine unnötige Niederlage kam in der nächsten Runde trotz einer Punkteführung. Wie sehr dieses Turnier bei Julian an den Nerven zehrte bewiesen die nächsten beiden Kämpfe. Im dritten Kampf mit Rückstand in Runde 1, sicherte er sich die zweite Runde und landete mit einer Hebeltechnik in der dritten Runde einen begehrten Schultersieg. Dieser Kampf kostete viel Kraft und Energie, so dass im Folgekampf  die „Luft“ raus war und der Wettkampf mit einer Niederlage beendet wurde.

Artur Schmidt (1999) im Limit bis 37,0 kg am Start sicherte sich mit einem Sieg in der ersten Runde eine gute Ausgangsposition für den Wettkampfverlauf. Mit einer technischen Punktniederlage im zweiten Kampf waren die Chancen zum Cup-Gewinn dahin. Die beiden Schultersiege in Wettkampfrunde vier und fünf sicherten doch einen hervorragenden Bronzeplatz.

Die Teilnehmerzahlen in den Gewichtsklassen bei den Mädchen waren nicht von vielen Ringerinnen geprägt.

Steffi Blohm (1998) startete  bis 38,0 kg und konnte  im Wettkampfverlauf  im ersten Kampf nach anfänglichen Schwierigkeiten einen Sieg gegen ihre polnische Gegnerin landen. Da nur drei Sportlerinnen in dieser Gewichtsklasse am Start waren, war dies schon der Gewinn der Silbermedaille. Im Kampf um die Goldmedaille unterlag sie einer weiteren Polin kurzzeitig auf Schultern.

Ihr großes Talent unterstrich erneut die zwölfjährige Angelina Schmidt bis 55,0 kg. Sie sicherte souverän mit zwei Schultersiegen die Goldmedaille. Ihre Gegnerinnen aus Polen hatten nie die Spur einer Chance so groß war die technische und athletische Überlegenheit der Demminerin, die dafür einen der begehrten Pokale in Empfang nehmen durfte.